Unsere Verpflichtungen für die Lieferkette

Wir bewerten unsere Lieferkette, um die Branchen, Länder und Bereiche zu identifizieren, in denen wir die besten Möglichkeiten haben, Risiken zu erkennen und zu kontrollieren und die Arbeitsbedingungen positiv zu verändern. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten überall auf der Welt zusammen und suchen kontinuierlich nach neuen Partnerschaften und Programmen, die unsere Lieferanten dabei unterstützen, in das Wohlergehen ihrer Arbeiter:innen und die Sicherheit am Arbeitsplatz zu investieren.

 young people in uniforms form a line, smiling.
 young people in uniforms form a line, smiling.
 young people in uniforms form a line, smiling.
Auf dieser Seite
Unsere vorrangigen Verpflichtungen
Im Jahr 2021 haben wir unsere Zusammenarbeit mit Lieferanten, Arbeiter:innen und Communities verstärkt, um die Wahrung der Menschenrechte in unserer gesamten Wertschöpfungskette noch fester zu verankern.

Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

Wir räumen der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz höchste Priorität ein. Wir verfügen über weltweite Teams, die mit unseren Lieferanten daran arbeiten, ihre Arbeiter:innen für Sicherheitsfragen zu sensibilisieren, die Beteiligung der Arbeiter:innen an der Sicherheitskultur in ihren Werken zu stärken und Initiativen zum Wohlergehen der Arbeiter:innen in den Bereichen zu fördern, die ihnen am wichtigsten sind.

Auch 2021 haben wir unsere Mechanismen für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz weiter ausgebaut, indem wir unter anderem bei gefährdeten Lieferanten in Bangladesch und Pakistan die Gebäude-, Elektro- und Brandsicherheit überprüft haben. Darüber hinaus haben wir ausgewählte Lieferanten in der Verbesserung ihrer Managementsysteme und des Dialogs am Arbeitsplatz geschult. Wir haben auch problemspezifische Leitfäden erstellt, mit deren Hilfe die Lieferanten die Ursachen von Problemen besser verstehen und ausräumen können.

Im Jahr 2021 haben wir unsere Arbeit mit dem Sustaining Competitive and Responsible Enterprises (SCORE) Programm ausgeweitet, das sich auf die Verbesserung der Produktivität und der Sicherheit am Arbeitsplatz in kleinen und mittleren Produktionsbetrieben konzentriert. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Beteiligung der Arbeiter:innen als wesentliche Voraussetzung für ein wirksames Sicherheitsmanagement. Eine unabhängige Bewertung des Programms kam zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Gesundheits- und Sicherheitsprobleme sowie der Unfälle zurückgegangen ist und die Produktivität und die Zufriedenheit der Arbeiter:innen gestiegen sind.

Wir arbeiten mit der globalen gemeinnützigen Organisation Swasti zusammen, die sich für den Zugang zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung für Arbeiter:innen in marginalen Gemeinschaften einsetzt, um den Arbeiter:innen in unserer Lieferkette den Zugang zu medizinischen Programmen zu ermöglichen. Seit 2021 konnte Swasti über 1.200 indische Arbeiter:innen in der Lieferkette von Amazon sowie deren Familien und Gemeinden mit wichtiger Unterstützung in den Bereichen mentale Gesundheit, Gesundheitsversorgung und soziale Ansprüche erreichen. Swasti bietet telemedizinische Beratungen, Schulungen für Fabrikleiter:innen zur Prävention und zum Management von COVID-19 sowie Vorsorgeuntersuchungen für gefährliche Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes an.

Gleichstellung der Geschlechter

Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein grundlegendes Menschenrecht und ein unverzichtbarer Baustein für nachhaltige Lieferketten. Hochwertige Arbeitsplätze für Frauen wirken sich positiv auf ihre Gemeinden aus. Wir setzen uns aktiv dafür ein, Frauen die Möglichkeit zu geben, frei über ihre Gesundheit, Finanzen und berufliche Entwicklung zu entscheiden.

2021 haben wir unsere Arbeit und Investitionen darauf ausgerichtet, die Rechte von Arbeiterinnen in den Lieferketten zu stärken. Wir haben 1 Million $ an den Resilience Fund for Women in Global Value Chains gespendet. Die Stiftung bündelt Investitionen großer Unternehmen, um lokale, von Frauen geleitete Initiativen zur Lösung einiger der schwierigsten Herausforderungen für Frauen in globalen Wertschöpfungsketten zu fördern. Der Resilience Fund wurde von BSR, der UN Foundation und Women Win mit dem Ziel gegründet, mindestens 10 Millionen $ zu sammeln, um langfristig und strategisch in die wirtschaftliche Resilienz, die Gesundheit und die Lebensqualität von Frauen zu investieren.

Wir haben mit dem International Center for Research on Women Advisors (ICRW) und The Mara Partners zusammengearbeitet, um die Frauenrechte in unserer globalen Wertschöpfungskette zu stärken und sind der „Working Group on Decent Work & Gender“ von Better Cotton beigetreten, um die Arbeitsbedingungen auf Baumwollfarmen zu verbessern.

Wir haben die UN Women’s Empowerment Principles (WEP) unterzeichnet und umgesetzt. Die WEP wurden von UN Global Compact und UN Women als Orientierungshilfe für Unternehmen ins Leben gerufen und haben bereits mehr als 6.000 Unterzeichner. Sie umfassen Möglichkeiten, die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern und Frauen am Arbeitsplatz, auf dem Markt und in der Gesellschaft zu stärken.

Faire Löhne

Wir arbeiten eng mit Lieferanten, Geschäftspartnern und Interessenverbänden zusammen, um die kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen einschließlich der fairen und pünktlichen Lohnzahlung zu überwachen und zu fördern.

Wir haben spezielle Teams auf der ganzen Welt, die direkt mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten, um zu überwachen und zu dokumentieren, dass diese Standards eingehalten werden. Unsere Lieferanten sind verpflichtet, die gesetzlich vorgeschriebenen Vergütungen zu zahlen, einschließlich Überstunden und Zusatzleistungen. Wir ermutigen sie, kontinuierlich zu prüfen, ob ihre Arbeiter:innen genug verdienen, um ihre Grundbedürfnisse und die ihrer Familien zu erfüllen.

Die faire Entlohnung von Arbeiter:innen ist in allen Branchen der globalen Lieferketten ein Problem. Wir sammeln Informationen über die Lohnzahlungen in unserer Lieferkette, um mit unseren Lieferanten in einen sinnvollen Dialog zu treten und unserer Sorgfaltspflicht gemäß den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) besser gerecht zu werden. Wir werden unsere Lieferanten auch weiterhin an internationalen Programmen beteiligen, um die Lebensqualität ihrer Arbeiter:innen zu verbessern, in deren Wohlergehen zu investieren und um zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Regionen beizutragen, in denen wir unsere Produkte einkaufen und tätig sind. Programme wie SCORE und Better Work gehen die Probleme von Arbeiter:innen in ihrer Gesamtheit an, indem sie sich auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Einhaltung der Arbeitsrechte konzentrieren. Eine unabhängige Bewertung des SCORE-Programms ergab, dass die Produktivität und die Löhne unserer Lieferanten gestiegen sind, die am Programm beteiligt sind.

Verantwortungsvolle Personalbeschaffung und frei gewählte Beschäftigung

Wir tolerieren keinerlei Form der Zwangsarbeit. Zwangsarbeit ist ein schwer erkennbares Verbrechen, das nicht leicht zu bekämpfen ist. Hinzu kommt, dass Arbeitsumfeld und Einstellungspraktiken dynamisch sind. Wir sammeln Informationen über das Zwangsarbeitsrisiko für gefährdete Gruppen wie Migrant:innen sowohl in ihren Heimat- als auch in den Zielländern. Wir benötigen dringend Mechanismen, die es den Arbeiter:innen ermöglichen, Probleme sicher und anonym zu melden. Uns ist bewusst, dass echte Fortschritte hin zu einem systemweiten Wandel nur durch gemeinsames Handeln von Unternehmen, Regierungen und der Zivilgesellschaft zu erreichen sind.

Da wir weltweit tätig sind und unsere Lieferketten sich über den gesamten Globus erstrecken, haben wir uns verpflichtet, die Arbeitsbedingungen der Menschen zu verbessern, die mit unserem Unternehmen in Verbindung stehen. Wir wissen, dass wir unser Ökosystem überwachen müssen, um Risiken für moderne Sklaverei zu erkennen. Wir sind bestrebt, Risiken von Zwangsarbeit zu erkennen und zu verringern. Unsere Lieferkettenstandards verbieten alle Formen von Zwangsarbeit und Menschenhandel. Sie enthalten Anforderungen, die dazu dienen, dieses Risiko zu verringern. Beispielsweise dürfen von den Arbeiter:innen keine Vermittlungsgebühren verlangt werden und die Lieferanten dürfen keine Pässe oder persönlichen Dokumente einbehalten. Bei der Bewertung der Lieferanten von Amazon Produkten prüfen wir, woher die Arbeiter:innen kommen und wie viel sie für ihre Einstellung bezahlt haben. Falls sie Gebühren zahlen mussten, verlangen wir von den Lieferanten, dass sie ihnen den vollen Betrag erstatten.

Im Jahr 2021 haben wir unsere Beziehungen zu wichtigen externen Partnern wie der RBA und der International Organization for Migration (IOM) ausgebaut. Wir haben auch die Zusammenarbeit mit dem Issara Institute aufgenommen, um gegen Menschenhandel und Zwangsarbeit vorzugehen, indem wir Arbeiter:innen eine Stimme geben und Partnerschaften und Innovationen fördern. Wir arbeiten mit diesen Organisationen zusammen, um Hotspots in unserer Lieferkette zu erkennen und so die Rechte von gefährdeten Arbeiter:innen noch besser zu schützen und zu stärken. Wir arbeiten auch mit ihnen zusammen, um die gesamte Kraft der Branche zu nutzen, um die Wahrnehmung von Sorgfaltspflichten zu verbessern und wirksame Strategien zur Risikominderung zu entwickeln, bei denen die Interessen der Arbeiter:innen an erster Stelle stehen.

Wir haben unsere Schulungen zu verantwortungsvollen Einstellungspraktiken mithilfe der Responsible Labor Initiative der RBA sowie der IOM bei über 50 Lieferanten durchgeführt. Zusätzlich haben wir Schulungen für Arbeiter:innen an Fabriken in besonders gefährdeten Regionen angeboten, um die Lebensqualität von Migrant:innen zu verbessern. Die Schulungen konzentrierten sich auf moderne Sklaverei und verantwortungsvolle Einstellungspraktiken. Die Teilnehmer:innen lernten, wie sie wirksame Kontrollen zur Risikominderung umsetzen, Probleme bei der Anwerbung und Einstellung von Migrant:innen erkennen und einen Maßnahmenplan erstellen können, um diese Probleme anzugehen.

Gemeinsamer Kampf gegen Kinderarbeit

Die UN hat 2021 zum Internationalen Jahr zur Abschaffung der Kinderarbeit erklärt. Aufbauend auf unserer Arbeit mit dem Centre for Child Rights and Business haben wir uns der Joint Action Pledge angeschlossen und uns dazu verpflichtet, den Schutz der Kinderrechte zu stärken und unsere Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderarbeit in globalen Lieferketten zu verstärken.

Wir werden mit anderen Einzelhändlern zusammenarbeiten, um die Einhaltung der Sorgfaltspflicht sowie Abhilfe- und Überwachungsmaßnahmen weiter auszubauen. Wir werden dadurch mehr Informationen über Kinderarbeit in den Lieferketten erhalten und können Programme zur Unterstützung von jugendlichen Arbeiter:innen anbieten, Lieferanten bei der Bekämpfung von Kinderarbeit unterstützen, als Team zusammenarbeiten, um Erfahrungen auszutauschen, und Best Practices zur Bekämpfung von Kinderarbeit entwickeln.

„Wir haben uns dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass unsere Produkte und Dienstleistungen unter Wahrung der Menschenrechte produziert bzw. erbracht werden. Die Bekämpfung von Zwangs- und Kinderarbeit in den globalen Lieferketten ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Verpflichtung. Im Internationalen Jahr zur Abschaffung der Kinderarbeit bekräftigen wir unsere Verpflichtung noch einmal, indem wir uns der Joint Action Pledge anschließen. Wir sind gespannt auf die Zusammenarbeit mit dem Centre for Child Rights and Business, anderen Unternehmen und Interessengruppen, um gemeinsam Kinderrechte besser zu schützen und Kinderarbeit endgültig abzuschaffen.“ - Leigh Anne DeWine, Director of Social Responsibility, Amazon

Umweltschutz

Wir haben uns verpflichtet, Produkte und Dienstleistungen zu beschaffen, die der Umwelt nicht unnötig schaden. Gemeinsam mit Expert:innen aus der Branche analysieren wir die Umweltauswirkungen unserer Produkte.

Wir sind Mitglied der Sustainable Apparel Coalition, einer branchenweiten Gruppe von führenden Bekleidungs- und Schuhmarken, Einzelhändlern, Herstellern, NGOs, Akademikern und Regierungsorganisationen, die sich gemeinsam dafür einsetzen, die ökologischen und sozialen Folgen der Bekleidungsproduktion auf der ganzen Welt zu reduzieren.

Wir ermutigen die Lieferanten unserer Eigenmarken, ihre Praktiken mithilfe des Higg Index der Coalition zu bewerten. Mit diesem Index können Hersteller die soziale und ökologische Performance ihrer Anlagen messen. Wir treiben die Einführung dieser Bewertung voran und helfen unseren Lieferanten, ihre Umweltauswirkungen zu analysieren. Unser Ziel ist es, mit Industriepartnern und unseren Lieferanten zusammenzuarbeiten, damit alle ihre Umweltauswirkungen verstehen und sich Ziele setzen, um sie zu reduzieren.

Zugang zu effektiven Beschwerdemechanismen

Wir bemühen uns darum, den Menschen, die mit unserer Wertschöpfungskette in Verbindung stehen, im Rahmen der Sorgfaltspflicht unserer Lieferkette und Investitionen in das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter:innen den Zugang zu effektiven Beschwerdemechanismen zu ermöglichen, und haben diesen Punkt daher zu unserer Liste wichtigster Anliegen hinzugefügt.

Wir unterstützen die Maßnahmen unserer Lieferanten mit einer Reihe globaler Partner, um Arbeiter:innen in der Lieferkette den Zugang zu effektiven Beschwerdemechanismen zu ermöglichen, darunter die Amader Kotha Helpline in Bangladesch, Ulula in China, Kambodscha, Indien, Pakistan und im Vereinigten Königreich, das Amfori Programm Speak for Change in Vietnam, die Suara Kami Hotline der Responsible Labor Initiative in Malaysia und Sedex Direct Worker Reporting in Indien. Diese Organisationen unterstützen unseren Lieferanten dabei, Kommunikationskanäle für ihre Arbeiter:innen einzurichten, und weisen auf Probleme in unserer Lieferkette hin. Wir stellen unseren Lieferanten und Dienstleistern diese Tools bereit, um sie in die Lage zu versetzen, direkt mit ihren Arbeiter:innen in Kontakt zu treten und Probleme aus Arbeiter:innenperspektive anzugehen. Bei 92 % der im Jahr 2021 abschließend behandelten Probleme wurden die Abhilfemaßnahmen von Arbeiter:innen bestätigt.

Ein Beispiel für unsere Arbeit in diesem Bereich sind unsere Lieferanten in Bangladesch, die wir bei Amader Kotha angemeldet haben. Die Helpline bietet Arbeiter:innen in der Bekleidungsindustrie eine sichere und wirksame Möglichkeit, Probleme am Arbeitsplatz zu melden und zu lösen.

Wir unterstützen die bei Amader Kotha registrierten Lieferanten beim Aufbau ihrer Kapazitäten durch die Einführung von Beschwerdemechanismen und von Instrumenten für die Mitbestimmung von Arbeiter:innen. In unserem dritten Jahr der Zusammenarbeit mit Amader Kotha beobachten wir deutliche Veränderungen. Im Jahr 2021 erreichten die Helpline 530 Anrufe von Arbeiter:innen, wovon 86 % das Thema Arbeitsrecht und 4,6 % das Thema Sicherheit betrafen. Diese Meldungen werden direkt in Zusammenarbeit mit der Fabrikleitung gemäß den Protokollen der Helpline bearbeitet.

Mehr als 88 % der Arbeiter:innen bei unseren Lieferanten in Bangladesch gaben an, dass sie mit der Amader Kotha Helpline zufrieden sind.

Spotlight
Aufbauend auf unseren Investitionen von 2020 in Organisationen, die von der Pandemie betroffene Arbeiter:innen direkt unterstützten, haben wir weitere 1,65 Millionen $ in die Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen investiert und die Lieferanten von Amazon Produkten direkt finanziell unterstützt. Diese Investition wird schätzungsweise 54.000 Arbeiter:innen Zugang zu Ressourcen für die Krisenbewältigung bieten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den am stärksten von COVID betroffenen Regionen Asiens.

Millionen von Arbeiter:innen auf der ganzen Welt sind auch noch nach der Pandemie von steigender Armut, Ungleichheit und Arbeitsplatzunsicherheit betroffen. In zahlreichen Regionen Asiens, in denen viele unserer Waren produziert werden, haben die Arbeiter:innen weiterhin mit gesundheitlichen und finanziellen Problemen zu kämpfen, da die Impfquoten niedrig sind und es immer wieder zu Schließungen von Fabriken kommt.
Spotlight
Wir erfüllen unsere Verpflichtungen zur Gleichstellung der Geschlechter unter anderem dadurch, dass wir Geschäftsführerinnen, Unternehmerinnen und Entscheidungsträgerinnen in unserer gesamten Lieferkette unterstützen. Zu diesem Zweck haben sich Amazon Handmade und Nest im Jahr 2021 zusammengetan, um Kunsthandwerkerinnen und -herstellerinnen zu unterstützen. Mithilfe von Amazon können sie ihren Umsatz und ihre Reichweite vergrößern.

Die gemeinnützige Organisation Nest unterstützt das verantwortungsvolle Wachstum und den kreativen Beitrag von Kunsthandwerker:innen und -hersteller:innen, um die Gleichberechtigung der Geschlechter voranzutreiben. Die Organisation unterstützt ein wachsendes Netzwerk aus über 1.600 Handwerksbetrieben in 120 Ländern. Durch die Partnerschaft zwischen Nest und Amazon Handmade entstand eine Gruppe von Nest Handwerksbetrieben, die über ein spezielles Gateway auf Amazon Handmade beworben wurden.

Im Zuge der Coronapandemie profitierten Handwerksbetriebe enorm von einer Multi-Channel-Verkaufsstrategie. Sie gewinnen so an Resilienz, um diese beispiellos schwierigen Zeiten zu überstehen. Ein gutes Beispiel dafür ist das von Frauen geführte Lederwarengeschäft Espacio Handmade in Austin, Texas, das wir auch in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2020 erwähnen.

Amazon Handmade stellte das Unternehmen auch im Abschnitt „Our Favorite Finds“ vor und in der Folge gingen bei Espacio Handmade innerhalb weniger Wochen Hunderte von Bestellungen ein. Amazon Handmade unterstützt Künstler:innen und Kunsthandwerker:innen dabei, die Direktvertriebsplattform von Amazon und Amazon Handmade optimal zu nutzen.
Bekämpfung von Zwangsarbeit

Wir arbeiten derzeit mit den nachfolgend aufgeführten Organisationen zusammen, um Zwangsarbeit umfassend zu bekämpfen:

Polaris
Thorn
Unseen
StolenYouth
Responsible Labor Initiative
Tech Against Trafficking
Truckers Against Trafficking
Polaris
Die gemeinnützige Organisation Polaris kämpft aktiv gegen den Sex- und Menschenhandel. Über die U.S. National Human Trafficking Hotline hat Polaris seit 2007 mehr als 73.000 Fälle von Menschenhandel untersucht. AWS unterstützt Polaris dabei, modernste Technologien in seine Infrastruktur zu integrieren, um die Entwicklung des größten bekannten US-Datensatzes zum Menschenhandel zu beschleunigen.
Thorn
Die Organisation entwickelt Technologien zum Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch und verwendet die auf maschinellem Lernen basierenden Tools von AWS für ihre Lösung „Spotlight“. Die fortschrittlichen maschinellen Lernfunktionen von Spotlight sparen Ermittler:innen Zeit, indem sie automatisch Anzeigen melden, die Opfer von Kindersexhandel darstellen. Ermittler:innen können die kontinuierlich wachsende Anzeigendatenbank von Spotlight durchsuchen und automatische Warnmeldungen einrichten, die ihnen die proaktive Arbeit erleichtern. Dank Spotlight konnten über 20.000 Opfer von Kindersexhandel gefunden werden.
Unseen
Wir unterstützen die von Unseen betriebene Modern Slavery & Exploitation Helpline im Vereinigten Königreich und unterstützen die Organisation finanziell bei ihrer Arbeit, möglichen Opfern von moderner Sklaverei sofort und langfristig zu helfen und die Helpline weiter zu entwickeln. Die Helpline bietet potenziellen Opfern moderner Sklaverei direkte Unterstützung und Hilfsangebote. Die Organisation hilft bei der Erarbeitung von Schulungen und umfassenderen Angeboten für gefährdete Menschen.
StolenYouth
Die in Seattle ansässige Organisation StolenYouth hat sich auf die Fahnen geschrieben, dem Kindersexhandel im Bundesstaat Washington ein Ende zu setzen. Sie organisiert Präventionsmaßnahmen, vermittelt betroffene Jugendliche an Ansprechpartner und Hilfestellen und unterstützt Überlebende auf ihrem Weg zurück in die Normalität und in eine bessere Zukunft. Wir unterstützen StolenYouth sowohl finanziell als auch mit Sachspenden.
Responsible Labor Initiative
Wir sind Mitglied der branchenübergreifenden Responsible Labor Initiative. Die Initiative setzt sich dafür ein, die Rechte von Arbeiter:innen, die dem Risiko von Zwangsarbeit ausgesetzt sind, in globalen Lieferketten durchgehend zu schützen und zu fördern.
Tech Against Trafficking
Tech Against Trafficking ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, die gemeinsam mit globalen Experten Technologien entwickeln, um den Menschenhandel zu bekämpfen. Amazon sitzt im Lenkungsausschuss der Organisation und nutzt das Know-how und die Ressourcen von AWS, um den Einsatz von Technologielösungen für die Bekämpfung von Menschenhandel zu erforschen und auszubauen.
Truckers Against Trafficking
Wir sind offizieller Unternehmenssponsor von Truckers Against Trafficking (TAT), einer Organisation, die sich dem Kampf gegen den Menschenhandel in der Lkw-Branche verschrieben hat. Wir haben damit begonnen, TAT-Schulungsmodule in die Schulungen für unsere angestellten Fahrer:innen aufzunehmen, um sie für das Thema zu sensibilisieren und ihnen zu vermitteln, wie sie potenzielle Opfer von Menschenhandel erkennen und was sie unternehmen können. Seit dem Beginn unserer Partnerschaft haben wir über 9.000 Amazon Transportmitarbeiter:innen in diesem Thema weitergebildet.
Spotlight
Schulungen zur Gleichstellung der Geschlechter für Arbeiter:innen in unserer Lieferkette
Wir unterstützen das BSR HERproject, eine Initiative, die globale Marken, ihre Lieferanten und lokale Partner zusammenbringt, um arbeitsplatzbasierte Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit, finanzielle Teilhabe und Wahrung der Frauenrechte zu entwickeln und umzusetzen. Im Rahmen unserer BSR-Partnerschaft arbeiten wir mit Lieferanten in China, Bangladesch, Vietnam und Indien zusammen. Bis 2021 haben wir fast 16.000 Arbeiter:innen – darunter 10.000 Frauen – Schulungen in den Bereichen Gesundheit und Finanzen angeboten und die Arbeiter:innen und Fabrikleiter:innen dabei unterstützt, gegen geschlechtsspezifische Diskriminierung am Arbeitsplatz vorzugehen.

Sunita Giri ist eine Näherin bei Dhruv Globals Ltd. in Indien und hat an einem HERfinance-Programm teilgenommen. Sie ist eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und hat nur ihr Einkommen zur Verfügung. In der HERfinance-Schulung lernte Sunita, wie wichtig es ist, zu investieren und für eventuelle medizinische und zukünftige Ausgaben zu sparen. Sie erwarb Kenntnisse über Instrumente zur Finanzplanung und Sparmöglichkeiten, um ihre kurz- und langfristigen Ziele zu erreichen. Sie eröffnete sogar ein Sparkonto, auf das sie regelmäßig Geld einzahlt, und nutzt seitdem digitale Zahlungsmethoden, die faire Gehälter unterstützen. Sunita teilte ihre neuen Kenntnisse mit ihren Kolleg:innen, ihrer Familie und ihren Nachbar:innen, sodass auch sie von diesen Informationen profitierten.
A seamstress works while smiling
Aktuelles aus dem Bereich Nachhaltigkeit