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UmweltNachhaltige Betriebsabläufe
Unsere CO2-Bilanz
Carbon footprint
Carbon footprint

Unsere CO2-Bilanz

Die CO2-Bilanz von Amazon entspricht der Gesamtmenge der Treibhausgasemissionen, die auf unsere direkten und indirekten Aktivitäten zurückzuführen sind. Damit messen wir unsere Gesamtauswirkungen auf das Klima, ermitteln die Aktivitäten, die am stärksten zu diesen Auswirkungen beitragen, und stellen auf Grundlage dieser Informationen dann sinnvolle Reduktionsziele auf, allen voran natürlich unser Gesamtziel, bis 2040 CO2-neutral zu werden.

Dekarbonisierung unserer Prozesse

Obwohl unser CO2-Fußabdruck für das Jahr 2020 das Unternehmenswachstum – bedingt durch die wachsende Nachfrage unserer Kund:innen während der COVID-19-Pandemie – widerspiegelt, haben wir dennoch im selben Jahr signifikante Fortschritte im Hinblick auf die Reduzierung der CO2-Intensität unserer Geschäftstätigkeiten erreicht, indem wir in umfangreiche, langfristige Lösungen zur CO2-Reduzierug investiert haben. Wir verzeichnen eine Verringerung der absoluten Emissionen bei der eingekauften Energie, obwohl wir unsere Gebäudeflächen immer weiter ausgebaut haben, um die wachsende Kundennachfrage bedienen zu können. Die Verringerung lässt sich direkt auf unsere Investitionen in globale Projekte zur Erzeugung erneuerbarer Energien zurückführen, die 2020 in Betrieb genommen wurden. Dank unserer Investitionen in erneuerbare Energien war Amazon im Jahr 2020 der weltweit größte betriebliche Abnehmer von erneuerbaren Energien. Wir erreichten einen Anteil von 65 % erneuerbaren Energien im gesamten Unternehmen, was einer Steigerung von 42 % gegenüber 2019 entspricht.

Wie viele Unternehmen und Länder mit rasantem Wachstum betrachten wir in unserer Bilanz sowohl die absoluten Tonnen an CO2-Emissionen als auch deren Veränderungen. Die Kennzahl für unsere CO2-Intensität misst die Kohlendioxidemissionen insgesamt in Gramm Kohlendioxid-Äquivalent (CO2e) pro US-Dollar Brutto-Warenumsatz (Gross Merchandise Sales - GMS). Die Kennzahl wird für gewöhnlich zur Bewertung der Leistung im Vergleich zum Vorjahr genutzt, da sie die jährlichen Leistungskennzahlen relativ und unabhängig von anderen Änderungen in unserem Unternehmen miteinander vergleicht. Mithilfe dieser Kennzahl messen wir unseren Fortschritt bei der Erreichung des Climate Pledge, bis 2040 CO2-neutral zu werden, und zwar auch dann, wenn das Unternehmen wächst.

Obwohl die Geschäftstätigkeit von Amazon im Jahr 2020 kräftig wuchs und unsere absoluten CO2-Emissionen im selben Zeitraum um 19 % anstiegen, sank unsere CO2-Intensität um 16 % von 122,8 Gramm CO2e pro US-Dollar GMS im Jahr 2019 auf 102,7 Gramm CO2e pro US-Dollar GMS im Jahr 2020. Die CO2-Intensitätswerte liegen im Bereich der Zielwerte, die wir gemeinsam mit der Science Based Targets Initiative (SBTi) ermittelt haben, der führenden Beratungsorganisation, die für Unternehmen wissenschaftsbasierte Emissionsreduktionsziele aufstellt. Amazon trat der SBTi im Mai 2020 bei; im Jahr 2022 werden wir unsere wissenschaftsbasierten Ziele entsprechend dem Zielsetzungsprozess der SBTi veröffentlichen.

Der Jahresvergleich unserer CO2-Intensität spiegelt unsere ersten Fortschritte zur CO2-Reduktion in unseren Betriebsabläufen – bei gleichzeitigem Wachstum unseres Unternehmens – wider. Fast die Hälfte der Verbesserungen unserer CO2-Intensität lässt sich auf Investitionen in erneuerbare Energien und Steigerungen bei der operativen Effizienz zurückführen. Ein Drittel der Verbesserungen ist in Veränderungen des Kunden- und Mitarbeiterverhaltens während der COVID-19-Pandemie begründet. Kund:innen unternahmen im Jahr 2020 weniger Fahrten zu Whole-Foods-Markets und anderen Ladengeschäften von Amazon und setzten mehr auf Lieferungen nach Hause, was weniger CO2-Emissionen verursachte. Wir verzeichneten zudem weniger Geschäftsreisen und Pendelverkehr von Mitarbeiter:innen, da viele unserer Angestellten das ganze Jahr über von zu Hause aus arbeiten konnten.

Wir ermittelten auch eine Reduktion unserer CO2-Intensität bei der Paketbearbeitung. Hier werden die Emissionen berechnet, die bei der Auslieferung von Paketen an unsere Kund:innen entstehen. Die Berechnung erfolgt in Gramm CO2e pro geliefertem Paket und umfasst alle während unserer Versandabläufe entstandenen Emissionen – von der Entnahme der Produkte aus den Lagerregalen bis zur Sortierung der Pakete. Außerdem sind die Well-to-Wheel-Emissionen in unserem Transportnetzwerk sowie die Lebenszyklusemissionen unseres Verpackungsmaterials, mit dem wir unsere Produkte während des Transports schützen, inkludiert. Ähnlich wie die Verbesserungen unserer CO2-Intensität insgesamt lässt sich die Schadstoffreduktion in diesen Bereichen ebenfalls auf Investitionen in erneuerbare Energien zur Versorgung unserer Logistikzentren mit Strom, auf die Effizienzsteigerung unseres Transportnetzwerks zur Auslieferung von Paketen und die Reduktion von Verpackungsmaterial bei jedem einzelnen Paket zurückführen.

Bis sich die CO2-senkenden Vorteile unserer Investitionen voll und ganz in unserer CO2-Bilanz niederschlagen, wird es natürlich noch einige Jahre dauern. Wir stecken zwar noch in der Frühphase der Dekarbonisierung unserer Unternehmenstätigkeit, aber schon jetzt erkennen wir vielversprechende Fortschritte in verschiedenen Bereichen. Wir werden unsere Investitionen in CO2-senkende Lösungen mit spürbaren, langfristigen Verbesserungen noch schneller ausbauen, um unser selbstgestecktes Ziel bis zum Jahr 2040 CO2-neutral zu werden, zu erreichen. Je mehr die Investitionen unser gesamtes Unternehmen durchdringen, desto mehr werden unsere CO2-Emissionen von unserem Unternehmenswachstum entkoppelt, wie aus unseren CO2-Intensitätsdaten ersichtlich wird. Es wird ein Punkt kommen, an dem unsere absoluten CO2-Emissionen weiter abnehmen werden, unser Unternehmen selbst jedoch weiter wächst.

Online-Einkäufe
Die Nachhaltigkeitsexpert:innen von Amazon haben in mehrjähriger Forschungsarbeit Modelle, Tools und Kennzahlen entwickelt, mit denen sich unsere CO2-Bilanz zuverlässig bestimmen lässt. Ihre detaillierte Analyse hat ergeben, dass durch Online-Einkäufe dauerhaft weniger CO2 erzeugt wird als durch Fahrten zu einem Ladengeschäft, da ein Lieferfahrzeug mit einer Tour durchschnittlich rund 100 Fahrten mit dem privaten Pkw ersetzt. Unsere Forscher:innen haben ein Modell entwickelt, mit dem die CO2-Intensität von Online-Bestellungen bei Whole-Foods-Markets mit Fahrten zum nächstgelegenen Whole-Foods-Market verglichen werden kann. Die Studie hat ergeben, dass – bei einem durchschnittlichen Einkaufsvolumen – durch Lebensmittellieferungen des Online-Handels pro Artikel 43 % weniger CO2-Emissionen erzeugt werden als beim Einkauf im Ladengeschäft und dass ein kleineres Einkaufsvolumen noch mehr CO2 einsparen kann.
Was wir messen
Wir arbeiten mit fünf ineinandergreifenden Modellen, um einen detaillierten Überblick über unsere CO2-Bilanz zu erhalten.
  • An illustration of a telescope symbolizing the financial model in Amazon's carbon footprint formula.
    Finanzen
    Ein flexibles Finanzmodell, das uns hilft, aus der Vogelperspektive wichtige Zusammenhänge zu erkennen, und aufzeigt, wo wir im Detail aktiv werden müssen.
  • An illustration of an electric delivery vehicle symbolizing the transportation model in Amazon's carbon footprint formula.
    Transport
    Wir verfolgen die Emissionen, die beim Versand von Produkten an Amazon Logistikstandorte, zwischen den Standorten und auf dem Weg zu unseren Kunden, zu Amazon Lockern oder anderen Abholstationen entstehen.
  • An illustration of an light bulb symbolizing the electricity model in Amazon's carbon footprint formula.
    Elektrizität
    Wir berücksichtigen den Energieverbrauch unserer Büros, Rechenzentren und Logistikstandorte sowie die positiven Auswirkungen der erneuerbaren Energien, die wir auf der ganzen Welt erzeugen.
  • An illustration of an unfolded cardboard package symbolizing the packaging model in Amazon's carbon footprint formula.
    Verpackung
    Wir überprüfen sorgfältig die Materialien und Prozesse hinter allen Kartons, Versandtaschen und anderen Verpackungsartikeln.
  • An illustration of an Amazon Kindle device symbolizing the devices model in Amazon's carbon footprint formula.
    Geräte
    Wir verfügen über einen detaillierten Überblick über die Herstellungs-, Verwendungs- und Entsorgungsphasen unserer Geräte.

Unternehmensweite CO2-Bilanz von Amazon, 2018-2020

CO2-Emissionsfaktor (Gramm CO2e pro US-Dollar von GMS) 201820192020% im Jahresvergleich
128,9122,8 102,7-16%

Kategorie (Millionen metrische Tonnen CO2e)201820192020% im Jahresvergleich
Emissionen aus direkten Betriebsabläufen (Scope 1)4,985,769,62+67%
Fossile Brennstoffe4,705,579,37+69%
Kühlmittel0,280,190,25+32%
Emissionen aus gekauftem Strom (Scope 2)4,715,505,27-4%
Emissionen aus indirekten Quellen (Scope 3)34,7139,9145,75+15%
Emissionen aus Käufen des Unternehmens und Produkten der Amazon Eigenmarken (z. B. Betriebsausgaben, Geschäftsreisen sowie Herstellung, Nutzung und Einstellung von Produkten der Marke Amazon)11,9515,4116,70+8%
Investitionsgüter (z. B. Gebäude, Server und andere Hardware, Geräte, Fahrzeuge)4,648,0110,52+31%
Sonstige indirekte Emissionen (z. B. im Zusammenhang mit dem Transport durch Dritte, Verpackung, Netzleitungsverluste)13,8912,4415,77+27%
Emissionen durch Fahrten von Kunden zu Amazon Ladengeschäften4,234,052,77-32%
CO2-Gesamtbilanz von Amazon44,4051,1760,64+19%
  • CO2-Methodik
    Erfahrt in der CO2-Methodik mehr über die Wissenschaft und Technologie hinter der Berechnung unseres CO2-Fußabdrucks.
  • Bescheinigung der Überprüfung der Treibhausgasemissionen
    Lest die Bescheinigung der Überprüfung der Treibhausgasemissionen des externen Prüfunternehmens Apex.
Aktuelles
Erfahren Sie, wie wir unser Potenzial, unseren Einfluss und unsere Innovationskraft für den Aufbau einer nachhaltigen Zukunft einsetzen.
  • „Über die Amazon Helfer:innen kann ich nur in Superlativen sprechen. Die sind einfach der Hammer“, sagt Angela Bott von der Fuldaer Tafel. Der Hilfseinsatz ist Teil eines Volunteering-Programms, mit dem wir das soziale Engagement von Logistikmitarbeiter:innen durch bezahlte Arbeitszeit unterstützen. Amazon Mitarbeiter Christian Berna hat teilgenommen: „Ich finde es gut, dass wir in der Region unterstützen können.“
  • „So schlimm die Situation ist: Wie wir als Team hier gerade Menschen helfen können, macht mich unheimlich stolz.“ Ich kann mich diesen Worten meines Kollegen Daniel Vidackovic aus unserem Verteilzentrum in Eschweiler nur anschließen. Das Maß der Zerstörung macht sprachlos, auch weil etliche unserer Kolleg:innen vor Ort direkt betroffen sind. Umso dankbarer bin ich für alle Helfer:innen, die jetzt da sind, um das Leid zu lindern – und ich bin stolz auf die vielen Amazonians, die mit helfenden Händen dabei sind.
  • Mit unserer „Fun Run Week“ fördern wir nicht nur die Gesundheit und das Wohl unserer Mitarbeiter:innen, sondern helfen auch sozial benachteiligten Kindern. 18.000 Euro kamen durch die Gesundheitsaktion der Berliner Arche zugute.